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Bonsum eine Alternative für den Einkauf

Bonsum

Fotograf: Robert Babiak / pixelio.de

Bonsum

Bonsum ist eine Suchmaschine für faire Produkte.

Wie soll man sich im Dschungel der Geschäfte und Onlineshops noch zurechtfinden. Du willst fair hergestellte Kleidung kaufen, die auch keine Gifte enthalten, aber du weißt nicht wo? Bonsum macht das Einkaufen leichter. Bonsum steht für:

  1. Ethisch hergestellt
  2. Keine Tierversuche
  3. Ressourcenschonend
  4. Gesunde Inhaltsstoffe
  5. Niedriger CO2-Fußabdruck

Hier geht es zu der Suchmaschine

Die Deutschen kaufen heute doppelt so viel Kleidung als vor 30 Jahren. Warum ist das so? Es die Werbung, die uns immer wieder dazu verführt, und vielleicht auch die falsche Hoffnung, dass Konsum uns glücklicher macht. Aber auch wenn wir uns deutlich einschränken würden, Kleidung brauchen wir trotzdem und da bietet Bonsum eine Alternative.

Beispiel Bangladesch

Die großen Bekleidungsfirmen konkurrieren miteinander um den günstigsten Preis. Wer die Nase vorne haben will, muss im Ausland produzieren und am besten dort, wo sich die Menschen am leichtesten ausbeuten lassen. Bangladesch ist so ein Land. Dort kann man billig produzieren lassen, aber die Menschen arbeiten unter menschenunwürdigen Bedingungen. Es gibt zwar in allen Ländern Gesetze, die Arbeitszeiten und Überstunden regeln, aber keine Gewerkschaften, die für ihre Einhaltung sorgen.

160-Millionen Menschen leben in Bangladesch, das gerade mal doppelt so groß ist wie Bayern. Es ist einer der ärmsten Länder der Welt. Dort gibt es über 4000 Textilfabriken. Allein H&M beschäftigt dort eine halbe Millionen Menschen. Viele Arbeiter sind gezwungen an sieben Tagen die Woche 14 bis 16 Stunden zu Arbeiten. Dabei kommt es auch zu Verstümmelungen an den Maschinen. Die Menschen leben in Armut und haben keine Chance, ihr jemals zu entkommen

2013 stürzte in Bangladesch das Gebäude einer Textilfabrik ein und begrub über 3000 Menschen unter den Trümmern. 1132 Menschen wurden dabei getötet. Durch diesen Unfall haben sich die Bedingungen in Bangladesch etwas verbessert, weil die Näherinnen anfangen habe, sich gegen diese Ausbeuterei zu wehren und haben erreicht, dass der Mindestlohn von 28 Euro auf 50 Euro im Monat gestiegen ist. Das ist aber immer noch zu wenig, um davon Leben zu können und wird auch nicht immer bezahlt.

Das wird einigen Firmen aber zu teuer und sie wandern in Länder wie Kambodscha oder Indonesien ab.

Chemikalien

Ein weitere Punkt ist, dass in diesen Ländern Chemikalien zum färben oder gerben von Leder verwendet wird, die in den westlichen Ländern längst verboten sind. In Bangladesch sterben immer wieder Menschen durch diese Chemikalien, die in den Gerbereien arbeiten. Außerdem werden die Chemikalien ungeklärt in die Gewässer entsorgt, was sich verheerend auf die Umwelt auswirkt. Aber die Chemikalien stecken auch in der Kleidung, die wir dann tragen. Unsere Haut kommt damit im direkten Kontakt und beim Waschen gelangen diese Stoffe auch in unsere Gewässer. Was sind die Folgen, die bis jetzt daraus entstehen Die Folgen kann niemand absehen.

Deshalb ist Bonsum eine Alternative

Ich finde es zwar am Besten, wenn wir Kleidung kaufen, die in Deutschland hergestellt wird, dass habe ich auch in meinem letzten Artikel geschrieben und zwei gute Beispiele gezeigt. Aber die Menschen in Bangladesch und den anderen Ländern, wo Kleidung billig hergestellt wird, brauchen Aufträge aus dem Westen, damit sie überhaupt überleben können.  Bei Bonsum findest du die Firmen, die ihre Produkte unter besseren Bedingungen produzieren lassen.

Es reicht leider nicht, auf billige Kleidung zu verzichten und teure Markenware zu kaufen, denn auch die Edelmarken lassen in diesen Ländern produzieren. Sie haben nur eine deutlich höhere Gewinnspanne.

Fazit

Ich weiß nicht, wieviel Vertrauen man in Geschäften haben kann, die Bonsum empfiehlt. Es ist wie bei den Bio-Lebensmittel, da gibt es auch immer wieder schwarze Scharfe, die das Biosiegel eigentlich nicht verdient haben, aber im Großen und Ganzen sind die Lebensmittel besser.  Bonsum geht ein guten Weg. Deshalb empfehle ich, auch Kleidung über diese Suchmaschine zu kaufen.

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