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Können Tiere denken?

können tiere denken

Fotograf: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Können Tiere denken, oder sind es seelenlose Automaten, wie es Rene Descartes behauptet hat?

Tiere können durchaus denken und es gibt genug Beweise dafür.

Kreativität und andere Formen von Intelligenz sind nicht aus dem Nichts entstanden und sind auch bei den Tieren zu finden. Die Intelligenz bei unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen, ist in der Tierwelt nicht einzigartig. Auch verschiedene Vogelarten, wie zum Beispiel die Krähen, benutzen Werkzeuge. Eine Krähenart formt Haken und Sonden aus Stöckchen und Blattstielen um so nach versteckte Maden zu stochern. Versuche haben gezeigt, dass sie sogar Haken aus Draht biegen, um an Futter zu gelangen, das in einem Glasröhrchen platziert war.

Vögel sind  keine nahen Verwandten von uns Menschen, wie die Menschenaffen. Der nächste gemeinsame Vorfahre ist eine Echse, die vor 300-Millionen Jahre gelebt hat. Das zeigt, dass die Natur immer wieder hochentwickelte Intelligenz hervorgebracht hat. Abstufungen von Intelligenz sind überall in der Tierwelt zu finden.

Wie nehmen die Tiere die Welt wahr?

Die Aussagen, die wir über die Welt machen, sind immer von unserer Sprache abhängig. Die Grenzen meiner Sprache, bedeuten die Grenzen meiner Welt. (Ludwig Wittgenstein)

Das Gleiche gilt auch für die sinnliche Wahrnehmung. Wir können nur so viel von der Welt wahrnehmen, wie es unsere Wahrnehmungsorgane zulassen. Manche Tiere orientieren sich, indem sie Ultraschallsignale aussenden oder sie lassen sich vom Magnetfeld der Erde leiten. Diese Wahrnehmungsmöglichkeiten bleiben uns fremd. Wir können das mit unserer Technik messen, aber wir können nicht nachvollziehen, was in den Köpfen der Tiere vor sich geht.

Eine kurze Geschichte, die ich im Buch „Tiere denken“ von Richard David Precht entdeckt habe und von dem chinesischen Denker Zhuangzi aus dem 4. Jahrhundert vor Christi stammt, lautet:

Meister Tschuang-Tse wandert mit seinem Freund Hui-Tse über eine Brücke, die über den Fluss Hao führt. Tschuang-Tse blickt ins Wasser und sagt zu seinem Freund: „Sieh, wie die schlanken Fische umher schnellen, so leicht und so frei. Das ist die Freude der Fische.“ – „Du bist kein Fisch“, entgegnet Hui-Tse, „wie kannst du wissen, dass sich die Fische freuen?“ – „ Du bist nicht ich“, antwortet wiederum Tschuang-Tse, „wie kannst du wissen, dass ich nicht weiß, dass sich die Fische freuen?“

Die Geschichte macht klar, wie schwer es ist zu wissen, was Tiere wirklich denken.

Fazit

Können Tiere denken? Die Frage können wir mit Ja beantworten, aber was genau in ihren Köpfen vorgeht, werden wir wohl nie herrausfinden.

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