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Konsumverzicht Teil 3 – Was braucht man zum Leben

Was braucht man zum Leben

Konsumverzicht Teil 3 –Was braucht man zum Leben

Das ist eine Frage, die ich mir schon oft gestellt habe. Was braucht man zum Leben?

Die Dinge, die ich zum täglichen Leben brauche wie Waschmittel, Kleidung, Hygieneartikel und so weiter,  kann ich die selbst herstellen, oder kann ich darauf verzichten? Was kaufe ich wo?

Waschmittel

Beim Waschmittel bin ich gerade in der Testphase. Ich benutze  einen selbst hergestellten Essigreiniger. Essigessens mit Wasser in einem Verhältnis von eins zu sechs in einem verschließbarem Glas füllen. (100 ml. Essigessens und 600 ml. Wasser) Dazu gebe ich die Schalen einer Orange oder Zitrone und lasse es zwei bis drei Wochen stehen. Das Fruchtfleisch muss komplett von der Schale entfernt werden. Danach durch ein Sieb schütten und schon ist die Reiniger fertig. Ich bin mit dem Reiniger zufrieden, werde aber demnächst noch andere testen und drüber berichten.

Pflege

Seife benutze ich von einer kleinen Manufaktur, die Naturkosmetik herstellt. Ich kenne die Besitzerin persönlich, weshalb ich die Seifen auch ohne Einschränkung empfehlen kann. Hier der Link zum Seifenbasar. Ich wasche mir auch die Haare mit der Seife.

Kleidung

Kleidung kaufe ich überwiegend gebraucht. Das ist viel billiger und schont auch die Ressourcen. Ich trage die Kleidung auf und gehe nicht mit der Mode. Kleidung, die wirklich nach nichts mehr aussieht, trage ich in der Werkstatt oder bei der Gartenarbeit. Auch die Schuhe kaufe ich gebraucht, da sollte man aber besonders auf die Sohlen achten, ob die noch genügend Profil haben.

Geräte

Küchengeräte hat jeder zu Hause. Einen Mixer, Einkochautomat, Wasserkocher, Brotbackautomat und eine normale Kaffeemaschine für zwei Personen  haben wir auch. Wenn wir Besuch bekommen und mehr Kaffee brauchen, brühen wir den Kaffee von Hand direkt in die Thermoskanne auf. Einen Grill brauchen wir nicht. Die Mikrowelle und die Kaffeekapselmaschine haben bei uns Hausverbot.

Dann sind da noch die unzähligen Geräte und Maschinen aus dem Baumarkt. Vieles davon brauche ich nur sehr selten. Ich kann mir die Bohrmaschine oder den Vertikutierer auch beim Nachbar, Freund, Bruder oder Schwiegervater ausleihen oder selbst verleihen, wenn ich schon einen habe, aber der Nachbar nicht.

Luxusgüter

Die Frage, was braucht man zum Leben, stellt sich bei den Luxusgütern nicht. Auf einen SUV oder auf ein Zweitauto kann ich verzichten. Den Laubbläser halte ich auch für überflüssig, ich benutze einen Handrechen um das Laub im Herbst zu beseitigen. Brauche ich die edle Lederganitur oder bin ich mit einem gebrauchten Sofa zufrieden. Meine Frau und ich haben uns ein erst vor kurzem ein Sofa beim Carisma gebraucht gekauft. Es hat 50 Euro gekostet und sieht noch sehr gut aus. Es ist wesentlich robuster als die Einwegmöbel eines schwedischen Möbelhauses. Das hat aber auch noch einen zweiten Grund. Wir haben drei Katzen und einen Hund, alle aus dem Tierheim. Die gehen nicht gerade schonend mit unseren Möbeln um und Pantoffeln tragen sie auch nicht. Unsere Wohnung ist zum wohnen da und ist kein Ausstellungsraum für Designermöbel. Natürlich muss man sich zu Hause wohlfühlen, das geht aber auch mit gebrauchten Möbeln.

Auf Vieles lässt sich auch komplett verzichten. Du brauchst nur mal durch alle Räume deiner Wohnung oder deinem Haus zu laufen und in alle Schränke sehen. Dabei wird dir auffallen, dass sich viel unnützes Zeug mit den Jahren angesammelt hat, das nicht mehr benutzt wird und auf das du ohne weiteres verzichten könntest. Deshalb sollte sich jeder vor einer neuen Anschaffung die Frage stellen: Brauche ich das wirklich? Brauche ich das neuste Smartphone und den neusten Fernseher mit 100 cm Diagonale. Mein Laptop, mit dem ich gerade schreibe, hat gebraucht 109 Euro gekostet und hat ein Jahr Garantie. Hier habe ich ihn gekauft. Es gibt aber noch viele weitere Firmen, die gebrauchte Rechner verkauft.

Fazit

Auf die Frage, was braucht man zum Leben, könnte ich einen ganzen Roman schreiben. Das sollen hier nur ein paar Anregungen sein.

Der Wert eines Menschen hängt nicht von seinen materiellen Reichtum ab. Die vielen Dinge, die sich im Laufe eines Lebens angesammelt haben, sind oft überflüssig und belasten nur. Bei mir stehen auch noch unzählige Dinge herum, von denen ich mich noch trennen muss. Genau wie bei der Nahrungsumstellung ist es ein Prozess. Es geht nicht von Heute auf Morgen, aber bei jedem Teil, dass ich entsorge oder verschenke, wird mir etwas leichter. Jedes Teil, dass ich erst gar nicht kaufe, schont nicht nur die Umwelt und meinen Geldbeutel, sondern auch meine Seele.

Niemand wird bei einer Beerdigung am Grab sagen, der hatte ein tolles Auto und teure Designerschuhe.

Hier geht es zu Teil 1

Hier geht es zu Teil 2

 

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