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Konsumverzicht (Teil 1- Warum)

Konsumverzicht

Konsumverzicht Teil 1

Seit 40 Jahren ist der Umweltschutz schon ein Thema, seit 40 Jahren wird schon über begrenzte Ressourcen diskutiert. Das ist mittlerweile in den Köpfen der Menschen drin. Wir kommen daher nicht an einem Konsumverzicht vorbei. Doch der Ressourcenverbrauch ist trotzdem immer weiter gestiegen. Leider wird Wohlstand immer noch mit Besitztum gleichgesetzt. Das Verhalten hat sich nicht verändert, obwohl wir es alle besser wissen. Wir rasen mit Volldampf auf die Katastrophe zu und anstatt auf die Bremse zu treten, geben wir Gas. Niemand will auf etwas verzichten, sollen die anderen doch anfangen. Statussymbole haben nach wie vor ihre Gültigkeit. Schoppen ist Freizeitbeschäftigung und die gekaufte Ware wird zum Allheilmittel für die geschundene Seele.

Jeder einzelne, gerade in der westlichen Welt, hat alle Freiräume sein Verhalten zu verändern. Er hat alle nötigen Informationen, die er braucht, um sich umweltfreundlicher zu verhalten und meistens geht das noch mit einem erfüllterem und gesunderem Leben einher. Du müsstest nur mal den Kopf aus dem Hamsterrad herausstrecken. Die Verantwortung liegt bei jedem einzelnen. Sie ist nicht delegierbar und du kannst sie auch nicht auf später verschieben. Der beste Zeitpunkt um damit anzufangen ist Gestern, der Zweitbeste ist Heute.

Was verstehe ich unter Konsumverzicht?

Konsumverzicht bedeutet für mich nicht, dass ich ab sofort nichts mehr kaufe. Es gibt viele Dinge, die ich halt nur käuflich erwerben kann, die ich zum täglichem Leben brauche. Es gibt Dinge, auf die ich nicht verzichten kann, wo ich aber eine andere Auswahl treffe. Das Auto kann eventuell viel kleiner sein, oder ich beschränke mich auf ein Familienauto, anstatt auf zwei oder drei. Da muss jeder selbst ein Gespür dafür finden, was er braucht und was nicht.

Leider gehört in unserer Gesellschaft der Konsum zu den wichtigsten Faktor damit unsere Wirtschaft überhaupt funktioniert. Wachstum ist das Zauberwort, aber endloses Wachstum auf einem endlichen Planeten ist nicht möglich. Wir verbrauchen die Ressourcen und zerstören die Umwelt unserer Kinder.

Du kannst dir folgende Fragen stellen, um selbst ein wenig Klarheit über deinen Konsum zu bekommen.

1. Was konsumiere ich jeden Monat?

2. Welcher Konsum ist notwendig?

3. Welcher Konsum ist überflüssig?

4. Wann schadet mir der Konsum?

5. Ist mein Konsum auch Zeitvertreib?

6. Lenkt mein Konsum von den wichtigen Dingen des Lebens ab?

7. Ist mein Konsum moralisch?

8. Bin ich süchtig nach Konsum?

9. Macht mich der Konsum glücklich?

Eines darfst du nie vergessen, Zeit ist Geld, aber umgedreht wird auch ein Schuh daraus, Geld ist Zeit. Wenn du dir etwas kaufst, bezahlst du immer mit Lebenszeit, denn das Geld, womit du bezahlst, musst du erarbeiten und das kostet immer Zeit.

Ich habe vor kurzen einen schönen Beitrag auf Facebook gelesen. Dort solltest du dir vorstellen, dass du täglich 86400 Euro bekommst. Du kannst mit dem Geld machen was du willst, aber am Ende des Tages ist das Geld, dass du nicht verbraucht hast weg. Am nächsten Tag gibt es aber neue 86400 Euro. Du weißt aber nicht, wie lange das so geht, es kann sein, dass du es Jahrzehnte bekommst. Es kann aber auch sein, dass schon morgen damit Schluss ist und du keinen einzigen Euro mehr bekommst. Der erste Gedanke der dir sicherlich kommt ist, dass muss ich ausnutzen so lange es geht. Da darf ich nichts verschenken. Ich werde mir alles kaufen was ich brauche und mit dem Rest könnte ich auch viel Gutes tun. Ich kann es zum Beispiel denen schenken die in Not sind und vieles mehr.

Jetzt stell dir vor, es sind keine Euros, sondern Sekunden. Denn genau 86400 Sekunden bekommst du jeden Tag geschenkt und du weißt auch nicht, wie lange du sie bekommst. Versuchst du jetzt auch, jede Sekunde zu nutzen und lässt  viele Sekunden verstreichen, oder vergeudest du deine wertvolle Zeit mit Überstunden um dir überflüssige Dinge zu kaufen?

Diese Geschichte macht deutlich, wie wertvoll unsere Lebenszeit ist, die wir nicht durch sinnlosen Konsum vergeuden sollten.

Es ist mittlerweile bewiesen, dass materieller Reichtum ab einem bestimmten Niveau das subjektive Wohlbefinden nicht mehr steigert.

Fazit

Jeder sollte sich vor einem Kauf die Frage stellen: Ist es das wert, meine Lebenszeit dafür zu opfern? Es ist nämlich immer Lebenszeit, mit der du bezahlst.

Mit Konsumverzicht gewinnst du Lebenszeit.

Konsumverzicht Teil 2 – Lebensmittel

Konsumverzicht Teil 3 – Dinge, die ich zum Leben brauche

 

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