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Urban Gardening auf dem Vormarsch

Urban Gardening

Fotograf: Ilona Koglin / pixelio.de

Urban Gardening auf dem Vormarsch

Anders als beim Kleingarten, wo die Gärtner eher ein privates Stück Land bevorzugen, suchen die Gärtner beim Urban Gardening das gemeinschaftliche Gärtnern in der Stadt auf brachliegenden Grundstücken und verwandeln sie in grüne Oasen.

Die Bevölkerung wächst und die Anbauflächen der Landwirtschaft wird kleiner. Damit die Erträge möglichst hoch ausfallen, werden die Felder mit Gülle und Pestizide bespritzt. Die Qualität der Lebensmittel wird dadurch immer schlechter. Die Dreifelderwirtschafft, bei der immer ein Feld brach lag und sich erholen konnte, gehört der Vergangenheit an.

Die Menschen sind nicht mehr mit dem Weg der Großkonzerne einverstanden. Sie können sich nicht damit identifizieren. Es ist eine Abkehr vom Konsum. Sie geben sich nicht mehr mit der schlechten Qualität der Lebensmittel zufrieden. Kein Mensch möchte Glyphosat in seinen Lebensmittel und niemand braucht eine Tomate, die nach Wasser schmeckt. Die Menschen auf dem Land haben es leichter, ihre Lebensmittel anzubauen. Nun haben die Städter auch eine Lösung gefunden und das ist nicht nur eine Modeerscheinung. Ich glaube, dass sich die Welt gerade im Umbruch befindet und sich vom Turbokapitalismus abwendet. Die Werte der Menschen ändern sich und sie wenden sich vom Streben nach Reichtum ab. Gemeinschaft und eine gesunde und umweltfreundliche Lebensweise wird immer wichtiger.

Beim Urban Gardening, auch urbaner Gartenbau genannt, steht die umweltschonende Produktion und der bewusste Konsum der angebauten Erzeugnisse im Vordergrund. Es haben sich Vereine gegründet, die sich um die Organisation kümmern. Die Menschen aus der Stadt haben einen Weg gefunden, ihr Gemüse und Obst selbst anzubauen. Sie pflanzen und sie ernten selbst.

Vorteile

Die großen Discounter sind in der Regel für drei Tage mit frischen Lebensmittel bestückt. Fällt der Nachschub aus, gibt es schon nach kurzer Zeit enorme Probleme. Das kann durch Naturkatastrophen, Streiks oder den seit langem erwarteten Finanzcrash geschehen. Bei einem Finanzcrash wird es erst einmal einen Stillstand geben und es werden keine LKW´s mehr fahren, um die Läden zu füllen. In so einem Fall ist es ein Segen, wenn es in der Stadt diese Gärten gibt. Die könnten so eine Katastrophe deutlich abfedern. Davon abgesehen ist es auch ratsam, sich zu Hause einen Vorrat zu schaffen.

Es fallen die hohen Transportkosten weg, um Lebensmittel in die Stadt zu bringen. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf die Umwelt aus.

Die Nahrungsmittel werden ohne Pestizide angebaut.

Es ist ein großer Beitrag um die Artenvielfalt zu erhalten.

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Mikroklima in der Stadt verbessert wird.

Das urbane Gardening wird auch dafür sorgen, dass sich neue soziale Gruppen und Interessengemeinschaften bilden.

Auch die Kinder werden ihren Spaß daran haben und viel dabei lernen.

Das Wissen der Großeltern ist wieder gefragt. Die wissen noch, wie man Gemüse anbaut und auch haltbar macht. Das Einwecken ist wieder im kommen und eine gute Möglichkeit, das Gemüse für den Winter zu lagern.

Auf der Seite Gartenpiraten gibt s Informationen von bestehenden Projekten. Vielleicht ist ja was in deiner Nähe.

Fazit

Jeder, der schon einmal eine selbst angepflanzte Tomate oder Paprika geerntet und gegessen hat, kennt das tolle Gefühl das man dabei empfindet. Dazu kommt noch der Geschmack, gegen den kein Gemüse aus dem Discounter mithalten kann und die Gewissheit, dass man etwas gutes für seine Gesundheit getan hat. Nicht nur die geernteten Lebensmittel sind gesund, sondern auch die Gartenarbeit an der frischen Luft. Ich finde es auch sehr wichtig, das den Kindern näher zu bringen. Die ganze Familie kann daran mitwirken und fördert auch den wichtigen Zusammenhalt. Der Trend zum Einzelkämpfer wird gebremst und die Gemeinschaft gefördert.

Zum guten Schluss möchte ich noch ein Manifest zeigen, dass eine Initiative von Aktivist*innen aus dem Allmende-Kontor, vom Prinzessinnengarten, vom Kiezgarten, von Neuland Köln, sowie von „Eine andere Welt ist pflanzbar“ und der Anstiftung ist.

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