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Welches Trinkwasser ist das Beste?

Trinkwasser

Welches Trinkwasser ist das Beste

Wenn es ums Trinkwasser geht, sind wir in Deutschland, im Gegensatz zu anderen Ländern, noch ganz gut aufgestellt. Aber welches Wasser bevorzugst du. Ich habe mir mal angesehen, welches Wasser empfehlenswert ist und bin zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

Trinkwasser aus PET Flaschen

Ich sehe eigentlich nur zwei Vorteile. Der erste Vorteil ist das Gewicht. Ich gebe zu, das eine Plastikflasche beim Sport oder unterwegs viel praktischer ist als eine Glasflasche. Der zweite Vorteil ist die Bruchsicherheit. Deshalb sind Glasflaschen auf Konzerten oder Sportveranstaltungen meist verboten.

Das war es aber auch schon. Nun zu den Nachteilen.

Wasser aus PET Flaschen enthalten Hormone. Besonders schädlich sind diese Hormone für Kleinkinder und schwangere Frauen. In manchen Proben fanden Forscher an der Frankfurter Uni bis zu 75 Nanogramm pro Liter östrogenähnliche Stoffe. Das ist mehr, als man in Abwasser messen kann, dass durch den Einsatz der Antibabypille verursacht wird. Wir nehmen in unserm Alltag so viele hormonell belastete Stoffe auf, dass wir versuchen müssen sie zu vermeiden, wo wir können.

Wasser aus PET Flaschen enthalten auch das Schwermetall Antimon. Es wurde ein bis zu der 30-mal höherer Wert in PET Flaschen gemessen als in Glasflaschen. Wie Antimon auf den Körper wirkt, ist noch nicht ausreichend erforscht. Andere Schwermetalle wie Quecksilber und Blei sind für Nieren, Leber und Nervenschäden bekannt. Setze dich also nicht unnötig der Gefahr aus.

Es gibt zwar PET Mehrwegflaschen, die bis zu 25 mal wieder befüllt werden können, aber 90% sind Einwegflaschen. Die werden mit hohen Energieaufwand recycelt oder sie landen in der Müllverbrennung. Ein nicht geringer Teil findet auch den Weg ins Meer und richtet dort großen Schaden an.

Trinkwasser aus Glasflaschen

Ein Vorteil liegt auf der Hand, die Flaschen können ca. 40-bis 50mal wieder befüllt werden. Sie werden in der Regel 6 Jahre lang verwendet und können danach wieder eingeschmolzen werden. Der Rohstoff ist Sand und fast unbegrenzt vorhanden. Dagegen ist die PET Flasche aus Erdöl.

Es gibt aber auch Nachteile. Mineralwasser aus Flaschen  enthält nicht unbedingt mehr Mineralien als Leitungswasser. Seit 1980 muss keine Mindestmenge an Mineralien mehr enthalten sein. Der Mineralstoffgehalt ist von der Region abhängig aus der das Wasser stammt. Stiftung Warentest hat den Mineralstoffgehalt 2013 getestet und herausgefunden, dass rund die Hälfte der Classic-Wasser und zwei Drittel der stillen Wasser mineralstoffarm sind.

Auch Mineralwasser aus Flaschen können Schadstoffe enthalten, wie zum Beispiel Abbauprodukte von Pestiziden und Uran.

Ein großer Nachteil ist auch, dass die Flaschen quer durch Deutschland und Europa transportiert werden, das ist natürlich nicht so gut für die Umwelt.

Trinkwasser aus der Leitung.

Nachteile sehen wir da keine. Es kann vielleicht zu Verunreinigungen durch hauseigene Rohre kommen, vor allem bei Leitungen in Altbauten. Gefährdend für die Gesundheit sind Blei, Kupfer, Nickel und Cadmium, wobei es nur noch sehr selten Bleileitungen gibt.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann das Wasser Untersuchen lassen. Man kann sich am Gesundheitsamt wenden, die dann Kontaktdaten von Trinkwasserlaboren herausgeben.

Kalk und Rost sind harmlos. Wenn das Wasser rötlich ist, einfach ein wenig laufen lassen.

Unser Leitungswasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel. Das liegt an unserer Trinkwasserverordnung. Die Wasserversorger müssen das Wasser regelmäßig untersuchen. Die Wasserwerke stehen unter Aufsicht der Gesundheitsämter. Deshalb ist es auch so wichtig, dass unsere Wasserwirtschaft nicht privatisiert wird.

Wer glaubt, dass Leitungswasser weniger gute Inhaltsstoffe hat, liegt falsch. Das hängt genau wie beim Mineralwasser an der Region, von der es stammt.

Weitere Vorteile sind, dass es so gut wie nichts kostet und das man es nicht erst einkaufen muss.

Für den Sport oder Unterwegs gibt es Trinkflaschen aus verschiedenen Materialien. Eine gute Auswahl gibt es bei Utopia

Fazit

Das Leitungswasser ist mein Favorit.

Es kostet fast nichts.

Wir brauchen es nicht erst einzukaufen.

Es hat eine gute Qualität.

Es ist viel sicherer, was dem Schutz vor Giftstoffe angeht.

Es ist für die Umwelt viel besser.

Ps. Konsumverzicht.

Der Zugang zu sauberem Wasser ist seit 2010 im Grundgesetz verankert, trotzdem machen große Konzerne schmutzige Geschäfte mit Wasser. Sie kaufen allgemein zugängliche Quellen auf, füllen das Wasser in Flaschen und verkaufen es dann teuer. Das sind Konzerne wie Nestle, Coca Cola und Pepsi. In einigen Gegenden in Indien und Pakistan ist der Grundwasserspiegel dadurch so weit abgesunken, dass eine Wasserknappheit für die Bevölkerung entstanden ist. Ich möchte das nicht unterstützen.

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